Was sind Zwangsstörungen?

Wie von Außerirdischen gesteuert - Zwangsstörungen

Zwangsstörungen sind gekennzeichnet durch Zwangsgedanken und/oder Zwangshandlungen. Diese drängen sich dem Betroffenen auf, er kann sich den Gedanken, Vorstellungen, Impulsen und Handlungen nicht entziehen, obwohl sie als sinnlos, unangenehm und quälend empfunden werden. Es entstehen stereotype, in ihrem Ausmaß unsinnige Handlungsweisen. Zwangsgedanken wie "Ich könnte jemanden töten" führen zu einer großen psychischen Belastung und Schuldgefühlen, obwohl eine Umsetzung des Gedankens praktisch nie vorkommt.

Eine Zwangsstörung kann beispielsweise wie bei folgendem Patienten verlaufen:

Herr A. kommt fast jeden Morgen zu spät zur Arbeit, obwohl er zeitig genug aufsteht. Er vollzieht jeden Tag eine stundenlange Prozedur, um sich zu duschen und das Badezimmer zu schrubben. Seit einiger Zeit führt sein Benehmen in der Firma auch zur Verwunderung bei seinen Arbeitskollegen. Er vermeidet anderen die Hand zu geben, fasst Türklinken nur mit einem extra dafür vorgesehenen Tuch an und läuft ständig zur Toilette, um sich die Hände zu waschen. Auf die Frage, warum er das mache, antwortete er, dass er sich nicht mit Krankheitskeimen infizieren wolle.

Bevor er sein Frühstücksbrot verzehrt, schrubbt er die Hände sogar mindestens 15 Minuten mit einer Bürste. Vor Benutzung der Firmentoilette rückt Herr A. erst mal mit Desinfektionsspray an, was doch die Kollegen sehr verunsichert. Hat Herr A. vielleicht eine ansteckende Krankheit?

Vor einiger Zeit hat sich Herr A. auch von seiner Lebensgefährtin getrennt, mit der er zusammen wohnte. Die Trennung ging von ihm aus, obwohl sie gut miteinander zurecht kamen und eigentlich glücklich und zufrieden waren. Deshalb konnte seine Partnerin auch nicht verstehen, warum die Trennung erfolgte. Herr A. hat ihr auch nicht den wahren Grund genannt. Er musste nämlich ständig denken, dass er seine Freundin ersticken könnte. Da ihm dieser Gedanke keine Ruhe ließ und ihn sehr belastete, ging er davon aus, dass es besser sei, die potenzielle Gefahr durch Lösung der Beziehung auszuschalten.

Herr A. weiß, dass seine Gedanken und sein Waschdrang unsinnig sind, er kann sich jedoch diesem Ritual nicht entziehen, ständig wird er von der Vorstellung und dem Impuls verfolgt.

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