Behandlung einer Zwangsstörung

Medikamente und Verhaltenstherapie

Die Behandlung der Zwangsstörungen erfolgt fast immer als Kombinationstherapie mit entsprechenden Medikamenten und verhaltenstherapeutischen Verfahren. Die Medikamente verhindern insbesondere Zwangsgedanken, mit der Verhaltenstherapie werden Zwangshandlungen beeinflusst.

Auch sollten Bezugspersonen und Angehörige in das Behandlungskonzept eingebunden werden, indem sie zumindest über das Wesen der Erkrankung aufgeklärt werden und die Anweisung erhalten, sich nicht länger in die Rituale einspannen zu lassen.

Psychotherapie

Zunächst wird der Psychotherapeut eine genaue Situationsanalyse vornehmen und fehlerhaft ablaufende Gedanken und Vorstellungen aufdecken. Verhaltenstherapeutische Techniken (Konfrontationstherapie) unterstützen den Abbau der Rituale und der Vermeidungsstrategien. Mit Hilfe kognitiver Techniken werden irrationale Überzeugungen und Denkmuster durchbrochen und neu bewertet. Es werden neue Verhaltensmuster eingeübt.

Therapie mit Medikamenten

Zwangsgedanken und -handlungen lassen sich auch durch die Antidepressiva Clomipramin, Fluoxetin, Fluvoxamin, Paroxetin, Sertralin, Citalopram und Moclobemid medikamentös beeinflussen (siehe auch Wege aus der Angst › medikamentöse Therapie). Die Antidepressiva müssen dabei über einen längeren Zeitraum (mindestens 2 Jahre) in ausreichend hoher Tagesdosierung eingenommen werden, da ein Wirkungseintritt frühestens nach 6-10 Wochen erfolgt.

Angst HEXAL - Zwangsstörungen
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