Behandlung einer sozialen Phobie

Psychotherapie und Medikamente

Psychotherapie

Mittel der ersten Wahl ist die Verhaltenstherapie. Zunächst wird der Psychotherapeut auf der kognitiven Ebene auf Ihre unrealistische Selbsteinschätzung der eigenen Fähigkeiten eingehen und mit Ihnen korrigieren. Individuelle Fähigkeiten und Befähigungen werden gestärkt, die Geringschätzung der eigenen Talente und Leistungen abgebaut.

Im zweiten Schritt werden praktische Übungen in der Gruppe durchlaufen, an denen mehrere Menschen mit Sozialphobie teilnehmen. Über "Rollenspiele" werden Aufgaben vergeben, die Gruppenmitglieder müssen angesprochen werden und "Rede und Antwort stehen".

In der dritten Etappe wird schließlich der Ernstfall geprobt. Die Betroffenen müssen in echte Situationen gehen z. B. ein Elektrogeschäft aufsuchen und sich genau über Spülmaschinen informieren lassen, wobei eingehend mit dem Verkäufer über die Vorzüge der einzelnen Modelle zu diskutieren ist.

Gelegentlich werden auch als besonders peinlich empfundene Übungen vom Therapeuten verlangt, so genannte Blamierübungen: laut singend durch eine Menschenmenge gehen, bei Sonnenschein mit Regenschirm die Einkaufsstraße passieren usw..

Therapie mit Medikamenten

Die soziale Phobie kann auch unterstützend mit Medikamenten behandelt werden. Bewährt haben sich die Antidepressiva Venlafaxin, Paroxetin, Moclobemid, daneben die Anxiolytika Opipramol und Buspiron. Auch Benzodiazepine werden dafür eingesetzt (siehe auch Wege aus der Angst › Behandlung ›Medikamente).

Angst HEXAL - Soziale Phobie
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