Was ist eine posttraumatische Belastungsstörung?

Wenn Schreckliches geschehen ist – Posttraumatische Belastungsstörung

Eine posttraumatische Belastungsstörung kann nach außergewöhnlichen Lebensereignissen mit hohen seelischen Belastungen (z. B. Gewaltanwendung, Naturkatastrophen, Kriegsereignisse) auftreten, dabei wird das Schreckensereignis immer wieder durchlebt und erzeugt eine schwere, langdauernde und chronische Angst. Diese führt zu einem hohen Leidensdruck bei den Betroffenen: Aggressivität, Verschlossenheit, Vermeidungsreaktionen, Depression, sozialer Rückzug sind die Folgen.

Eine posttraumatische Belastungsstörung kann beispielsweise wie bei folgendem Patienten verlaufen:

Herr P. hat einen Job, bei dem er viel reisen muss. Heute war er in Zürich, er nimmt den letzten Flieger nach Düsseldorf zurück. Der landet zwar zum Glück fast pünktlich, dennoch ist es sehr spät geworden. Herr P. hat sein Auto gleich im nahen Parkhaus abgestellt. Allerdings musste er bis zur letzten Etage hochfahren, um noch einen freien Parkplatz zu finden.

Die Parketage ist nur spärlich beleuchtet und fast verlassen. Als Herr P. auf seinen Wagen zugeht, hört er hinter sich Schritte. Er dreht sich um und sieht zwei vermummte Gestalten, die auf ihn zusteuern. Er bekommt Angst, fängt an zu laufen, um sich möglichst schnell in das Auto zu retten. Doch die Gestalten sind schneller, erreichen ihn, halten ihn fest und entreißen ihm zunächst seine Aktentasche. Aber er wehrt sich und schreit um Hilfe. Einer der Gestalten will ihm gerade in die Hosentasche greifen, da kommt ein PKW mit voller Beleuchtung den Gang entlanggefahren. Daraufhin nehmen die zwei Männer Reißaus. Herr P. hat noch mal Glück gehabt.

Zunächst hat Herr P. das Ereignis ganz gut weggesteckt, er hat die Polizei alarmiert, alles zu Protokoll gegeben, ist mit seinem PKW nach Hause gefahren, hat seine Arbeit im Büro erledigt. Erst nach 3 Wochen beginnt er, den Überfall erneut zu erleben.

Zunächst träumt er nachts davon, dann lebt jede einzelne Phase auch zwischendurch tagsüber auf. Das Entsetzen kriecht in ihm hoch, er bekommt starke Angstgefühle. Bald befindet er sich in einem Zustand ständiger Anspannung, horcht auf jedes Geräusch, er kann sich nicht konzentrieren, ist schreckhaft, leicht reizbar. Für seine Reisen zieht er nun Auto und Bahn vor, in ein Parkhaus mag er überhaupt nicht mehr fahren. Er befürchtet einen erneuten Überfall.

Angst HEXAL - Posttraumatische Belastungsstörung
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