Ursachen einer Panikattacke

Wie eine Panikstörung entsteht und aufrecht erhalten wird

Erst wenn Panikattacken wiederholt auftreten, spricht man von einer Panikstörung. Das wiederholte Auftreten wird begünstigt durch die Angst vor einer nächsten Attacke, also der "Angst vor der Angst". Ständig horcht der Betroffene in sich hinein, bewertet seine körperlichen Reaktionen. Sind Herzschlag und Atmung normal? Tauchen die Schmerzen in der Brust oder das Ohnmachtsgefühl wieder auf? Jede kleinste körperliche Veränderung, auch aufgrund körperlicher Anstrengungen, wird als Gefahr, als Anzeichen einer neuen Attacke bewertet.

Dadurch entsteht eine Stress-Situation im Körper, Adrenalin und Kortisol werden ausgeschüttet. Der Körper wird in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, bereitet sich auf Kampf oder Flucht vor. Blutgefäße verengen sich, der Kreislauf kommt auf Hochtouren, die Atmung wird beschleunigt. Dabei handelt es sich aber nur um einen falschen Alarm, da gar keine Gefährdungssituation vorliegt! Die Betroffenen bewerten sie jedoch als solche und entwickeln auf diese Weise ein gestörtes Körperbewusstsein.

Steigende Angst bereitet die nächste Panikattacke vor

Die Angst vor bestimmten Gefühlen und Gedanken steigt, führt zu einer Daueranspannung und bereitet somit schon die nächste Panikattacke vor. Ein Teufelskreis beginnt. Die Angst wird zum ständigen Begleiter und beeinflusst immer mehr das gesamte Leben. Meist kommt eine weitere Komplikation hinzu.

Bei den Betroffenen kann der Eindruck entstehen, dass das Auftreten einer Panikattacke mit bestimmten Örtlichkeiten oder Situation verknüpft ist, z. B. immer beim Einkaufen oder Kinobesuch auftritt, je nachdem bei welcher Gelegenheit die ersten Panikattacken beobachtet wurden. Infolgedessen werden solche Orte künftig gemieden, die Panikstörung wird mit einer Agoraphobie (so genannte "Platzangst") vergesellschaftet. Dies ist bei ca. zwei Drittel der Betroffenen der Fall und damit häufig.

Vermeidungsverhalten verstärkt die Angst

Die Befürchtungen, an gewissen Orten (Bus, Auto, Zug, Kino, Einkaufszentrum etc.) oder in gewissen Situationen (Reisen, über Brücke gehen etc.) eine weitere Panikattacke zu erleiden, führt zu Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten.

Vermeiden verstärkt jedoch wiederum die Angst, die Angstspirale wird immer größer, so dass die Alltagsbewältigung in erheblichem Maße eingeschränkt wird. Deshalb müssen Sie einen Weg aus der Angst finden, um Ihre Panikattacken bewältigen zu können.

Eine Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie entsteht durch einen "falschen Alarm" im Körper, der eine akute Lebensgefahr vortäuscht. Erwartungsängste und Vermeidungsverhalten setzen einen Teufelskreis der Angst in Gang bzw. halten ihn aufrecht. Dieser Teufelskreis muss durchbrochen werden.
Angst HEXAL - Panikattacken
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