Behandlung einer Panikattacke

Den Teufelskreis der Panikstörung durchbrechen

Psychotherapie (Verhaltenstherapie)

Der Psychotherapeut wird Ihnen zu Beginn klarmachen, dass "Angst haben" ein vollkommen normaler Vorgang ist, der jedoch bei einer Angstattacke zur falschen Zeit am falschen Ort auftritt. Er wird versuchen, Ihnen die Todesangst zu nehmen, da diese nicht mit einer lebensgefährlichen Situation in Zusammenhang steht. Man nennt diese Technik kognitive Umstrukturierung oder "Entkatastrophieren":

Die Meldungen Ihres Gehirns, um Sie auf die falsche Fährte zu locken (wie "Jetzt habe ich Schmerzen in der linken Brust, ich habe einen Herzinfarkt, also muss ich sterben") werden detailliert durchgesprochen und in positive Formulierungen umgewandelt ("Mein Herz ist in Ordnung, es ist sehr belastbar, ich werde nicht sterben"). Mit der Änderung von Sichtweisen und Denkmustern können rasch Verbesserungen erzielt werden.

Einige Beispiele für eine negative und positive Selbstinstruktion sind in der Tabelle aufgeführt.

Beispiele für Kognitive Umstrukturierung, Entkatastrophieren

Symptom Negative
Selbstinstruktion
Positive
Selbstinstruktion
Herzrasen Ich bekomme einen Herzinfarkt,
ich muss sterben.
Ich habe nur eine Panikattacke.
Bei körperlichen Anstrengungen rast mein Herz, es ist normal.
Verspannungsschwindel Ich falle um. Ich sollte mich bewegen, ich bin nur verspannt.
Unwirklichkeit Ich werde verrückt. Ich fühle mich anders, bin trotzdem normal.

Mit speziellen Übungen kann auch eine Gewöhnung an die körperlichen Symptome der Panikattacke eingeübt werden, beispielsweise durch Hyperventilation, schnelles Drehen im Kreis oder starke körperliche Anstrengungen.

Daneben kann auch ein mentales Training mit Durchleben der letzten Panikattacke, Vorstellen einer erneuten oder Hineinsteigern in eine Panikattacke, die Angst mindern. Sind die Panikattacken mit einer Agoraphobie verbunden, fördert der Psychotherapeut zuerst das Erkennen der fehlerhaften Einschätzungen und führt danach praktische Übungen an den gemiedenen Orten (Bus, Aufzug, Einkaufszentrum usw.) mit dem Patienten durch (Konfrontationstherapie).

Therapie mit Medikamenten

Panikstörungen können auch medikamentös behandelt werden. Wirksame Medikamente bei Panik sind Antidepressiva (Wirkstoffe) Citalopram, Escitalopram, Paroxetin, Fluoxetin, Sertralin, Venlafaxin, Clomipramin und Imipramin, die zum Teil unter verschiedenen Handelsnamen verordnet werden können (siehe auch Wege aus der Angst › Medikamente).

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