Was sind isolierte Phobien?

Weit verbreitet, manchmal sehr belastend

Isolierte Phobien sind übertriebene Ängste, die sich auf bestimmte Dinge, Situationen, Gegenstände oder Handlungen bezieht.

Spezifische (isolierte) Phobien werden folgendermaßen eingeteilt:

  • Tier-Typ:
    z. B. Angst vor Spinnen, Hunden, Schlangen, Mäusen usw..
  • Naturgewalten-Typ:
    z. B. Angst vor Donner, Blitz, Sturm, Feuer usw..
  • Blut-Injektions-Verletzungstyp:
    Angst vor Blut geht oft mit schockbedingtem Blutdruckabfall und kurzer Ohnmacht einher. Hinter der Verletzungsangst steht häufig die Angst vor dem Sterben oder vor Schmerzen. Die Angst vor medizinischen Eingriffen (Spritzen, Infusionen, Operationen, Untersuchungsmethoden) wird so gefürchtet, dass Behandlungen erschwert oder gar unmöglich sind.
  • Situativer Typ:
    z. B. Angst vor Fahrstuhl, Tunnel, Reisen mit dem Flugzeug, Höhenangst usw..
  • Andere Typen:
    Angst vor bestimmten Gegenständen, Lärm oder Geräuschen, Prüfungen, Schule, Erröten usw..

Isolierte Phobien sind weit verbreitet und werden anscheinend vorwiegend in der Kindheit oder im jüngeren Erwachsenenalter ausgelöst. Die meisten Menschen können trotzdem gut damit leben, weil sich die entsprechenden Situationen in der Regel vermeiden lassen. Allerdings können isolierte Phobien auch sehr belastend und einschränkend sein, wie folgende Patientenbeispiele verdeutlichen:

Nur keine Spinne im Haus

Herr M. bekommt jedes Mal wahnsinnige Angst, wenn er eine Spinne in der Wohnung sichtet. Da er mitten in der Stadt wohnt, kommt das zum Glück nur selten vor. Je größer die Spinne, umso flauer wird es ihm im Magen, dazu überrollen Kälteschauern seinen Körper. Er verlässt dann sofort den Raum und ruft seine Frau zu Hilfe, damit sie die Spinne entfernt.

Hoffentlich kommt kein Gewitter

Martin fürchtet sich auch heute noch im Alter von 30 Jahren vor jedem Gewitter, insbesondere vor dem Blitz. Als er als Zehnjähriger mit seinem Vater eine Fahrradtour machte, wurden sie von einem Gewitter überrascht. Sie stellten sich in ein Bushäuschen, daneben stand ein hoher Baum. Unglückerweise schlug der Blitz in den Baum ein und hinterließ dort deutliche Spuren. Das Bushäuschen trug jedoch keinen Schaden davon, Vater und Sohn kamen so mit dem Schrecken davon. Seit diesem Vorfall bekommt Martin bei jedem Gewitter Atembeschwerden, ein Beklemmungsgefühl mit Schmerzen in der Brust und verkriecht sich möglichst unter eine Decke.

Lieber Schmerzen aushalten, als Spritze setzen lassen

Herr W. wurde im Alter von 18 Jahren einmal kurz ohnmächtig, als ihm beim Hausarzt Blut abgenommen wurde. Seitdem fürchtet er sich vor jeder Spritze. Dabei müsste er unbedingt zum Zahnarzt, da sich eine Zahnwurzel entzündet hat. Er schiebt diesen Besuch jedoch schon Tage hinaus, da er davon ausgeht, dass wiederum eine Injektion notwendig ist.

Angst HEXAL - Isolierte Phobie
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