Die Behandlung einer Agoraphobie, Platzangst

Den Teufelskreis der Agoraphobie (Platzangst) durchbrechen

Psychotherapie

Bei einer Agoraphobie ist die Einholung psychotherapeutischer Unterstützung sehr zu empfehlen. Der Psychotherapeut kann Ihnen die Arbeit erleichtern, sich selbst zu helfen. Der erste Schritt besteht im Erkennen fehlerhafter Einschätzungen: automatische Gedanken wie etwa "Geh nicht hinein, da drin ist es gefährlich" werden durch positive Einschätzungen ersetzt: "Ich war schon 10 mal da drin, ich habe es überlebt." Der zweite Schritt besteht in praktischen Übungen.

Da sich in den letzten Jahren eine "massierte" Konfrontationstherapie über 5-10 Tage zur Behandlung der Agoraphobie sehr gut bewährt hat, wird diese heute bevorzugt eingesetzt. Nach Absprache mit dem Therapeuten wird der Betroffene über mehrere Stunden täglich mit Situationen konfrontiert (z. B. U-Bahn oder Bus fahren, Kaufhäuser betreten, Fahrstuhl fahren), die er als bedrohlich empfindet und ihm Angst machen (Flooding = Überflutung). Die Patienten lernen während der Behandlung, dass sie die Angst ertragen können und nicht aus der Situation flüchten müssen. Ein Vorteil dieser Art der Konfrontationstherapie ist, dass die Teilnehmer schneller Fortschritte machen und ihre Angst bewältigen als beim langsamen Herantasten.

Therapie mit Medikamenten

Für eine medikamentöse Behandlung der Agoraphobie kommen grundsätzlich die gleichen Antidepressiva in Frage wie für Panikattacken (siehe Panikattacken › Behandlung › Therapie mit Medikamenten), da die meisten Agoraphobiker auch darunter leiden. Liegt eine Agoraphobie ohne Panikattacken vor, werden primär die Antidepressiva Imipramin, Citalopram, Paroxetin und Moclobemid eingesetzt (siehe auch Wege aus der Angst › Behandlung › Medikamente).

Angst HEXAL - Agoraphobie
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