Behandlung - Wege aus der Angst

Selbsthilfe und Selbstmanagement

Basis für einen Behandlungserfolg ist die intensive Auseinandersetzung mit der Angstentstehung, den Angstreaktionen sowie dem Teufelskreis der Angst.

Sehr hilfreich ist dazu auch die Führung eines Angsttagebuchs. Was Sie da hineinschreiben können, ist bei den verschiedenen Angstsyndromen angegeben. Bei jedem Syndrom ist zunächst eine Situationsanalyse durchzuführen, dazu benötigen Sie meist auch keine professionelle Hilfe. Viele Einsichten und Überlegungen können sich bereits im Vorfeld eines Arztbesuches ergeben, wenn Sie unsere Seiten über Angststörungen intensiv studieren. Viele Übungen zur Überwindung der übertriebenen Ängste können sie zu Hause durchführen.

Hilfreich für die Bewältigung von Angststörungen ist auch Ausdauersport. Die Empfehlung lautet: 3 mal pro Woche mindestens 30 Minuten joggen. Die körperliche Belastung erhöht Ihre Herz- und Atemfrequenz, den Blutdruck, die Haut wird gut durchblutet und Sie kommen ins Schwitzen. Das nimmt Ihnen die Angst vor körperlichen Symptomen und erleichtert den Ausstieg aus dem Teufelskreis.

Welcher Experte ist zuständig?

Erster Ansprechpartner für Ihre Probleme ist der Hausarzt. Beim ersten Auftreten von starken Ängsten wird er Sie körperlich untersuchen und alle notwendigen Tests zum Ausschluss organischer Erkrankungen vornehmen.

Sprechen die Befunde für eine Angststörung, muss er entscheiden, ob er eine Basistherapie selbst leisten kann oder die Überweisung an einen Spezialisten notwendig ist. Spezialisten sind Nervenärzte, Psychiater und Psychotherapeuten. Die Psychotherapeuten untergliedern sich nochmals in Psychologen und ärztliche Psychotherapeuten. Psychologen können keine Medikamente verordnen.

Warum sollte eine Angststörung möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden?

Angststörungen treten häufig bereits im Kindes- und Jugendalter sowie im frühen Erwachsenenalter auf. Beispielsweise liegt das Erstauftreten von spezifischen (isolierten) Phobien in der Regel im Kindesalter, von sozialen Phobien im frühen Jugendalter. Panikstörungen und Agoraphobie (so genannte "Platzangst") haben ihr Auftrittsmaximum im frühen Erwachsenenalter und die generalisierte Angststörung um das 40. Lebensjahr.

Je niedriger das Erkrankungsalter, umso deutlicher sind aber die möglichen Folgen hinsichtlich Schulabschluss, Studium oder Berufsausbildung. Beim Erwachsenen werden vorwiegend im 2. und 3. Lebensjahrzehnt die Weichen für eine Partnerschaft, Familie sowie die berufliche Karriere gestellt, Angststörungen haben dann entsprechend große Auswirkungen und soziale Folgen.

Daneben besteht auch bei Angststörungen ein höheres Risiko für die Ausprägung einer weiteren psychischen Erkrankung wie Depression, Persönlichkeitsstörungen, Abhängigkeit und Sucht. Daher ist es wichtig, Angststörungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Angst HEXAL - Die Angst
Weitere Themen aus dem Bereich Neurologie und Psychiatrie
ADHS / ADS Demenz Depression Epilepsie Parkinson Schizophrenie

Meldung von Nebenwirkungen

Nebenwirkungen im Zusammenhang mit unseren Arzneimitteln können Sie auf verschiedenen Wegen an uns melden:

Für die Meldung von Nebenwirkungen außerhalb der Geschäftszeiten erreichen Sie uns unter 02065 256 1665.

In medizinischen Notfällen bitten wir Patienten sich umgehend an einen Arzt oder den ärztlichen Notdienst zu wenden.